Archiv der Kategorie Raumfahrtantriebe

Der Stand der Marserkundung-die 19.Mars Society Konferenz in Washington

Ankündigung der 19. Internationalen Mars Konferenz in Washington DC

Ankündigung der 19. Internationalen Mars Konferenz in Washington DC

Die alljährliche Mars Society Konferenz in den USA ist die bedeutenste ihrer Art. Sie fand vom 22.-25. September in Washington DC statt und bot, wie jedes Jahr, einen umfangreichen Einblick in den derzeitigen Stand der Marserkundung und Perspektiven für eine bemannte Marsmission. Die Konferenz verlief diesmal über fast 4 Tage. Wie üblich war jeder Tag in vier Abschnitte geteilt: Vormittags von 9 bis 11 1/2 stündige Vorträge namhafter Wissenschaftler und Raumfahrtexperten im Plenum, danach von 11 bis 12 eine Panel-Diskussion zu aktuellen Themen. Am Nachmittag von 13 bis 17:30 Uhr 1/2 stündige Einzelvorträge von Teilnehmern der Konferenz in bis zu 5 parallelen „Tracks“. Abends ab 19 Uhr jeweils ein Debatte mit wechselnden Fachleuten zu interessanten Einzelthemen. Insgesamt wurden so 21 Fachvorträge von Experten, 65 Einzelvorträge von Teilnehmern und 3 Debatten geboten. Am Sonnabend fand das übliche große Bankett statt mit Festvorträgen und zum Schluss einer Geld-Sammelaktion, wie sie in den USA durchaus üblich sind.

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Space X läutet die Ära wiederverwendbarer Raketen ein

Die 1.Stufe der Falcon 9 nach der erfolgreichen Landung am Startplatz (Space X)

Die 1.Stufe der Falcon 9 nach der erfolgreichen Landung am Startplatz (Space X)

Space X hat den Versuch einer Landung der 1. Stufe seiner Falcon 9 Rakete bescheiden als Nebenzweck der Orbcomm-2 Mission bezeichnet, bei der gleich 11 Satelliten in eine niedrige Erdumlaufbahn für ein neuartiges Daten-Kommunikationssystem ausgesetzt werden sollten. Die Mission wurde ein 100% iger Erfolg!. Glückwunsch an Space X und seinen charismatischen Chef und Gründer Elon Musk!

In Wirklichkeit ist die erfolgreiche Rückführung der 1. Stufe der Rakete als Teil der Mission das eigentlich Sensationelle: zum erstenmal gelang dies mit einer operationellen Rakete.

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Auf zu Mond und Mars-was man dazu wissen sollte

FullSizeRenderAm 28. Dezember war der „Aufmacher“ auf der Titelseite des Berliner TAGESSPIEGEL der Raumfahrt gewidmet. Die wöchentlich gestellte „Sonntagsfrage“ war diesmal „Was suchen wir hier?“ und wurde gleich begründet mit der Anmerkung „Mond und Mars sind attraktiver denn je“. In einem zweiseitigen Artikel des Autors Rainer Kayser im Hauptteil der Zeitung wurden dann alle Fragen angeschnitten, die in diesem Zusammenhang für interessierte Laien -und nicht nur für die- von Interesse sind. Also ein sehr weites Feld, das in dem Beitrag exzellent abgehandelt wird. Der Artikel, der uns von der Tagesspiegel Redaktion freundlicherweise zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt wurde, wird allen Besuchern unserer Webseite hiermit wärmstens empfohlen.

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ESA Ministerrat entscheidet über Zukunft der europäischen Träger

CM-14Der ESA Ministerrat, das höchste über ESA Projekte entscheidenden Gremium, hat am 1.Dezember über die Zukunft der europäischen Träger entschieden und das Bestmögliche aus den verschiedenen Aspekten, Vor- und Nachteilen gemacht (wir berichteten über das „Dilemma“ einer solchen Entscheidung).

(Bild:ESA)

Aus den in der „Resolution“ recht verklausuliert niedergelegten Ergebnissen der Konferenz (siehe hier das von ESA veröffentlichte Original der Resolution) kann man entnehmen, dass weitreichende Entscheidungen oder zumindest Absichtserklärungen zustande kamen, die für die Zukunft der Raumfahrt in Europa und die europäische Träger-Strategie im Besonderen von großer Bedeutung sind. Das ist gleichzeitig ein Vertrauensbeweis an die ESA, deren Erfolge in der europäischen Raumfahrt in der Resolution sehr hervorgehoben werden.

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Das Ariane 5 Nachfolge Dilemma

Ar5+6Europa steckt in Bezug auf seine Trägerpolitik in einem Dilemma unterschiedlicher Interessen, Wünsche und Gegebenheiten:

  1. Wunsch nach Unabhängigkeit Europas von außereuropäischen Trägern (USA, Russland, China)
  2. Erhalt europäischer Kompetenzen im Triebwerksbereich
  3. Wunsch nach Auslastung der bestehenden industriellen Kompetenzzentren
  4. Rücksichtnahme auf nationale Präferenzen
  5. Abhängigkeit für mittlere Nutzlasten bis etwa 3 t von der Soyuz in Kourou
  6. Notwendigkeit eines Trägers, der von den Kosten her im kommerziellen Bereich konkurrenzfähig ist
  7. Beibehaltung -oder nicht- einer Schwerlastversion zur Versorgung der ISS mit >20t Nutzlast in Low Earth Orbit
  8. Wunsch nach Flexibilität des neuen Trägers in Bezug auf unterschiedliche Umlaufbahnen
  9. Fehlen einer echten Konkurrenz im Trägerbereich in Europa, wie er in den USA existiert

Die erwartete Entscheidung für einen zukünftigen europäischen Träger Anfang Dezember 2014 kann nur ein Kompromiss zwischen allen diesen sich zum Teil widersprechenden Anforderungen und Wünschen sein.

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Der VASIMR Antrieb – untauglich für bemannte Marsmissionen

VASIMRDer von der Firma AdAstra Rocket vorgeschlagene VASIMR Antrieb (hier für eine Mondmission)

(Bild: AdAstra Rocket)

Bei VASIMR handelt es sich um einen elektrischen Antrieb, mit dem man angeblich die Reisezeit zum Mars auf etwa 2 Monate verkürzen könnte. 6 Monate werden mit konventionellen chemischen Antrieben benötigt. Der VASIMR Antrieb wird von der Firma AdAstra Rocket propagiert, einer mit Entwicklungsgeldern der NASA unterstützten Firma.

Schon vor längerer Zeit hat Mars Society Präsident Dr. Robert Zubrin in einem Artikel die Absurdität des VASIMR Projekts vor Augen führt.

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