Auf dem Stand des Vereins zur Förderung der Raumfahrt e.V. (VFR) http://vfr.de/ auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung Berlin (ILA) 01. bis 04.06.2016 wurde auch Hardware aus dem laufenden Programm MIRIAM-2 ausgestellt.

Es handelte sich den Balloncontainer, der beim Parabelflug-Experiment der MSD am 03.11.2015 verwendet wurde. Hier wurde die Funktion des Auswurfmechanismus für den Ballon in der Schwerelosigkeit getestet. Beim Auswurf wird das Ballonpaket zunächst mit Federkraft aus dem Behälter geschoben, dann öffnet sich der Mechanismus wie eine Blüte und gibt den noch kompakt gefalteten Ballon frei. Nähere Informationen hierzu gibt es u. a. hier und hier.

Der Flugtest wurde auch vom VFR finanziell unterstützt. MSD und VFR eint nicht nur die Begeisterung für die Raumfahrt, beide Vereine sind auch durch mehrere gemeinsame aktive Mitglieder verbunden. Der VFR hat seit vielen Jahren einen eigenen Stand auf der ILA und die MSD konnte in diesem Jahr die Gelegenheit nutzen, dort auch über ihre Aktivitäten zu informieren. Der Ballonbehälter mit der „Blüte“ bot sich als Ausstellungsobjekt und Blickfang an, da sich die Ausstellungsbesucher bei Tanja Lehmann, der Projektleiterin des Flugtests und MSD- und VFR-Mitglied, aus erster Hand über Projekt MIRIAM und den Parabelflug informieren konnten.

2016-05-03_ILA_MIRIAM2_Parabelflug_Balloncontainer

Die ILA war in dieser Hinsicht sehr erfolgreich; am Stand des VFR herrschte immer lebhafter Andrang und das Interesse an den Aktivitäten der beiden Vereine war sowohl bei den Fachbesuchern wie bei der Öffentlichkeit sehr groß.

Leider wird dieser Erfolg dadurch getrübt, dass nach dem Ende der ILA in der Nacht vom 04. zum 05.06. der Stand des VFR von Dieben heimgesucht und geplündert wurde. Zwar waren alle Ausstellungsstücke in Schränken verschlossen, diese wurde jedoch aufgebrochen oder einfach mitgenommen. Zusammen mit den Space-Jahrbüchern und anderem Material des VFR wurde so auch der Ballonbehälter gestohlen.

Das ist ein großer Verlust für die MSD, da es sich um ein Einzelstück handelt, das auch für weitere Experimente eingeplant war. Die Auswirkungen auf das laufende MIRIAM2-Testprogramm sind noch nicht abzusehen.

Noch besteht eine allerdings geringe Hoffnung, dass der Behälter wieder auftaucht; möglicherweise haben die Diebe erkannt, dass sie eigentlich nichts damit anfangen können und auch der Materialwert den Aufwand nicht lohnt. Dann haben sie ihn schnell „entsorgt“ und er könnte beim Abbau der Messe  – vielleicht sogar noch intakt – wieder gefunden werden.

Der Verlust ist angezeigt und der VFR wird sofort von der Messe-Firma informiert, falls einer der gestohlenen Gegenstände wieder zum Vorschein kommt.

Der MIRIAM2-Balloncontainer ist unverkennbar.

Sollte er jemandem irgendwo auffallen, bitten wir dringend um Hinweise!